Jeck em rään – Jet jeck simmer all!

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Ob Karneval, Fastnacht, Fasnacht, Fasnet, Fasching, Fastabend, Fastelovend, Fasteleer oder fünfte Jahreszeit, alle bezeichnen die Feierlichkeiten zum Anbruch der sechswöchigen Fastenzeit. Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und gilt im Christentum der Vorbereitung auf das Osterfest. Je nach Land wird der Karneval unterschiedlich zelebriert, doch Karnevalsumzüge, Masken, Musik und das Verkleiden spielen dabei immer eine wichtige Rolle. Das Rheinland und auch die schwäbisch-alemannische Fastnacht kommen einem bei dem Wort Karneval als erstes in den Sinn, doch das Brauchtum ist inzwischen in ganz Deutschland verbreitet. Vom weltweitem Karneval sind wohl der Karneval in Rio, Venedig und New Orleans (Mardi Gras – Fetter Dienstag/Fastnachtdienstag) am bekanntesten.
Ursprünglich war der 6. Januar (Heilige Drei Könige) der Beginn der Karnevalszeit, doch seit dem 19. Jahrhundert findet in vielen Gegenden zusätzlich am 11. November ab 11:11 Uhr die offizielle Eröffnung der Karnevalssaison statt. Der Grund ist, dass es auch vor Weihnachten eine vorbereitende 40-tägige Fastenzeit, ähnlich der österlichen Fastenzeit nach Karneval, gab. Sie begann am 11. November, dem Martinstag. Die Zeit vom 12. November bis 5. Januar bleibt aber selbst in den Zentren des Karnevals entlang des Rheins weiterhin weitgehend karnevalsfrei, was sich aus der erwähnten vorweihnachtlichen Fastenzeit, der Rolle des Novembers als Trauermonat und dem besinnlichen Charakter des Advents erklärt. Allerdings werden insbesondere im Umland immer mehr Sitzungen in dieser veranstaltet, weil dann die meisten auftretenden Künstler preiswerter sind als in der Hauptsaison. Im Januar beginnt die närrische Zeit insbesondere in den Hochburgen mit der Vorstellung der neuen Regenten, der sogenannten Prinzenproklamation.
Den Höhepunkt erreicht die Fastnacht in der eigentlichen Fastnachtswoche, angefangen am schmotzigen (= Schmalz / in gebackenen Fastnachtsküchlet) Donnerstag, auch als Weiberfastnacht bekannt, über den Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag bis hin zum Fastnachtsdienstag, auch Veilchendienstag genannt. Karnevalsumzüge finden insbesondere am Rosenmontag, abgeleitet vom Verb rasen, statt. Weiter südlich gibt es jeweils am Fastnachtssonntag (früher Ablieferung des Fastnachtshuhn) Umzüge. Diese werden in Bayern „Gaudiwurm“ genannt und im Rheinland „Zoch“ (= Zug / Der (Um)Zug kommt). In Karlsruhe und Stuttgart gibt es am Fastnachtsdienstag große Umzüge mit mehreren Hunderttausend Besuchern. In Duisburg findet seit Jahrzehnten am Karnevalssonntag der größte Kinderkarnevalszug Europas statt.

In der Nacht zu Aschermittwoch um Punkt Mitternacht endet der Karneval, und es gibt an vielen Orten die Tradition, dass die Karnevalisten in dieser Nacht eine Strohpuppe verbrennen. Diese Strohpupe symbolisiert alle Laster der karnevalistischen Tage, vor allem das ausgegebene Geld. In der rheinischen Gegend wird als Symbol der sogenannte Hoppeditz, eine ursprünglich typisch niederrheinische Narrenfigur, zu Grabe getragen. Er wird auch als Hanswurst bezeichnet, da es heisst, dass im 18. und 19. Jahrhundert am Niederrhein die kleinen Leute in der Nacht auf Aschermittwoch mit Würsten an Stangen durch die Straßen gelaufen sind und lustige Lieder gesungen haben.
Zur Fastnacht gehören Narrenrufe, mit denen sich die Karnevalisten begrüßen und auch Büttenreden abschließen. Je nach Region sind diese sehr unterschiedlich. Am bekanntesten sind wohl „Helau“ (am Niederrhein, im Ruhrgebiet und von Mainz und Würzburg südlich ) und „Alaaf“ (traditionell für das Rheinland). Bei Maskenumzügen in Süddeutschland rufen die Maskenträger häufig „Narri“. Das Publikum am Straßenrand antwortet mit „Narro“. Zahlreich Orte in Deutschland und in den deutschsprachigen Nachbarländern haben eigene Rufe entwickelt.

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